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Bei Rauchstopp Medikamentendosis anpassen lassen

Berlin (dpa/tmn) - Wer das Rauchen aufgibt, muss zeitweise mit
einer veränderten Wirkung seiner Medikamente rechnen. Patienten, die von der Zigarette lassen wollen, sollten vor dem Rauchstopp daher ihren Arzt informieren, rät die
Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) in Berlin. Eventuell muss die Dosis angepasst werden. Denn bei Rauchern wirken einige Medikamente anders, weil sich der Abbau der Wirkstoffe in der Leber durch den Tabakkonsum verändert.

Nach einem Rauchstopp funktioniert die Leber aber innerhalb von
Tagen bis Wochen wieder normal. Daher wirkt beispielsweise Insulin durch die Raucherentwöhnung stärker als bisher - es könnte zu Unterzuckerungen kommen, warnt die ABDA. Diabetiker sollten ihre Blutzuckerwerte häufiger messen. Manche Asthmasprays müssten während der Entwöhnungsphase dagegen höher dosiert werden.

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Finger eingeklemmt: Kühlung lindert den Schmerz

Weimar (dpa/tmn) - Hat sich ein Kind einen Finger eingeklemmt,
wird dieser am besten rund fünf Minuten unter fließendes kaltes
Wasser gehalten. Außerdem sollten Eltern einen kalten Umschlag
anfertigen. «Dies lindert die Schmerzen und verhindert zugleich, dass der Finger zu sehr anschwillt», erklärt Monika Niehaus, in Weimar tätige Kinderärztin und Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Thüringen. «Finger sind besonders empfindlich, da sie wichtige Tastfunktionen haben.»

Nehmen die Schmerzen zu, schwillt der Finger stark an oder
verfärbt sich der Fingernagel, sollten Eltern mit ihrem Kind zum
Kinder- und Jugendarzt gehen. Das gilt außerdem, wenn sich das Kind eine tiefe Wunde zugezogen hat oder der Finger unnatürlich absteht. Auch wenn sich innerhalb von Tagen Fieber entwickelt, wird am besten ein Arzt zurate gezogen, da dies auf eine Infektion hinweisen kann. Bei Kindern unter einem Jahr sollten Eltern einen eingeklemmten Finger immer sicherheitshalber vom Arzt begutachten lassen, um bleibende Schäden zum Beispiel am Nagelbett zu vermeiden.

Bei Quetschverletzungen der Fingerenden kann der Nagel heftig zu
pochen beginnen. Denn unter den Nagel fließendes Blut kann nicht
ausweichen. Sobald der Kinderarzt dann ein Loch in den Nagel einfügt, lässt der Druck nach. «Eltern sollten aber auf keinen Fall selbst versuchen, den Nagel des Kindes aufzubohren, denn diese sogenannte Nagelbett-Trepanation muss unter sterilen Bedingungen stattfinden», warnt Niehaus. Anschließend werde der Finger bandagiert, damit keine Keime eindringen können.

(Internet: www.kinderaerzte-im-netz.de)

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